Universität Hamburg
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Physik          
 
 
Fachbereich Physik

Graduiertenkollegs

Graduiertenkollegs sind langfristige, aber nicht auf Dauer angelegte Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Im Rahmen eines Graduiertenkollegs werden Stipendien für besonders qualifizierte Doktoranden und Postdoktoranden vergeben.

Graduiertenkollegs ermöglichen Doktoranden die Anfertigung ihrer Dissertation in einem von Zusammenarbeit geprägten Forschungsumfeld. Das anspruchsvolle und oft interdisziplinäre Forschungsprogramm wird durch ein individuelles, forschungsorientiertes Studienprogramm ergänzt, das von den Kollegiaten mitgestaltet wird. Das Gastwissenschaftlerprogramm und die Reisemöglichkeiten tragen zur Einbindung der Kollegiaten in internationale Kooperationen bei.

Der Fachbereich Physik ist an folgenden Graduiertenkollegs beteiligt:

Graduiertenkolleg 602: Zukünftige Entwicklungen in der Teilchenphysik (seit 2000)

Dieses Graduiertenkolleg hat das Ziel, Planung und Bau eines zukünftigen Linearen Elektron-Positron Colliders vorzubereiten. Dazu gehören die Fragestellungen aus der Teilchenphysik, die an einem solchen Collider untersucht werden sollen, Grundlagen der Beschleunigerphysik, die Planung und Auslegung von Detektoren sowie die Entwicklung neuer theoretischer Konzepte in der mathematischen Physik und in der Stringtheorie. An diesem Kolleg sind Theoretiker und Experimentalphysiker der Universität Hamburg sowie vom DESY beteiligt.

Graduiertenkolleg 611: Design and Characterization of Functional Materials (seit 2001)

Dieses interdisziplinäre Graduiertenkolleg will anspruchsvolle Beiträge auf den Gebieten "Nanoskalige Teilchen, Kolloide und Cluster", "Funktionalisierte Oberflächen", "Strukturierte Festkörper" und "Poröse Materialien" leisten. Hierbei stehen Anwendungen elektrischer, magnetischer, katalytischer und optischer Eigenschaften im Vordergrund. Beteiligt sind Fachgebiete aus der Chemie, der Angewandten Physik und der Mineralogie.

Graduiertenkolleg 1286: Maßgeschneiderte Metall-Halbleiter-Hybridsysteme (seit 2006)

In diesem Graduiertenkolleg werden Halbleiter mit normalleitenden Metallen, Supraleitern und Ferromagneten so kombiniert, dass Hybridsysteme mit neuen Funktionalitäten entstehen. Das Forschungsprogramm umfasst neben der Herstellung und experimentellen Untersuchung auch die Simulation dieser Systeme. Das Graduiertenkolleg ist eine Kooperation des Fachbereichs Physik mit dem Fachbereich Informatik.

Graduiertenkolleg 1351: Extrasolar Planets and their Host Stars

This Graduiertenkolleg (GrK) is a joint GrK between the Hamburger Sternwarte of the University of Hamburg, the Institut für Astrophysik of the University of Göttingen and the Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. It is dedicated to the common exploration of â as the title already suggests â extrasolar planets and their parent stars. The interplay of the two in formation, evolution and characteristics is the main focus of this project.

Graduiertenkolleg 1355: Physik mit neuartigen kohärenten Strahlungsquellen

Dieses Graduiertenkolleg widmet sich der Entwicklung, der Charakterisierung und dem Einsatz moderner Strahlungsquellen für Licht und Materiewellen. Dabei führt es die Expertise von Physikern aus den Bereichen Laserphysik, Quantenoptik, Röntgenphysik und Ultrakurzzeitphysik zusammen, die die verbindenden und komplementären Konzepte und Eigenschaften moderner Strahlungsquellen, wie etwa kristallinen Wellenleiterlasern, photonischen Faserlasern, optischen fs-Lasern, Freien-Elektronen-Lasern im VUV-Bereich, Synchrotronstrahlungsquellen und Atomlasern erforschen.

Letzte Aktualisierung: 14. März 2007  FIB